Passiv-Infrarot entdeckt Bewegung, mmWave erkennt ruhige Präsenz, Time-of-Flight misst Entfernungen, Magnetkontakte melden Türen, Drucksensoren verraten Sitzflächen, und lokale Schallklassifikation erkennt Klopfen sowie Glasbruch ohne Rohdaten zu speichern. Ergänzt durch CO2, Temperatur, Feuchte und Licht entsteht ein vielseitiges Bild. Entscheidend bleiben Platzierung, Kalibrierung, Redundanz und Energieversorgung, damit Vorhersagen stabil funktionieren, Haustiere zuverlässig unterschieden werden, Fehlalarme selten auftreten und Batterien monatelang durchhalten.
Bewegung ist flüchtig, Anwesenheit dauert an. Gute Systeme erkennen Personen auch im Stillen, etwa während des Lesens, ohne dauerndes Herumwinken zu verlangen. Kombinationen aus mmWave, Druck- und CO2-Verlauf helfen, Räume zuverlässig als belegt zu klassifizieren. Identifikation gelingt freundlich über Smartphones mit Bluetooth oder UWB, optional und zustimmungsbasiert, ganz ohne Kameras. Haustiere, mehrere Personen und Gäste erfordern Regeln, die Privatsphäre respektieren, Rollenzugriffe differenzieren und dennoch zügige, verlässliche Automatik ermöglichen.
Signale allein genügen nicht. Zeit, Ort, Gewohnheiten, Kalender, Wetter, Sonnenstand und sogar Tagesform liefern entscheidenden Kontext. Ein semantisches Wohnungsmodell mit Zonen, Übergängen und Aktivitätsgraphen ermöglicht es, Ereignisse richtig zu deuten und Vorhersagen sanft zu dämpfen. Digitale Zwillinge unterstützen Plausibilitätsprüfungen, während vorsichtige Automatisierung mit Bestätigungen in unsicheren Momenten Fehlhandlungen vermeidet. So werden Routinen angenehm spürbar, aber niemals aufdringlich oder unkontrollierbar.

Ein schneller Doppeltipp auf einen stillen Taster, ein kurzes Kopfnicken vor einem Präsenzsensor oder eine knappe Sprachbestätigung genügen, um Korrekturen zu melden. Das System lernt daraus zeitlich begrenzte Präferenzen, notiert Ausnahmen und verallgemeinert nur, wenn Signale konsistent bleiben. Persönliche Daten verlassen das Zuhause nicht. Stattdessen wird lokal adaptiert, in kleinen Schritten, mit klaren Rückmeldungen und jederzeit sichtbarer Möglichkeit, Änderungen rückgängig zu machen.

Jede automatische Handlung sollte begründbar sein: Welche Signale sprachen dafür, welche dagegen, welche Unsicherheit blieb? Kompakte Ereignisprotokolle, verständliche Einflussanzeigen und leicht lesbare Regeln erlauben schnelle Korrekturen. Bewohnerinnen und Bewohner sehen, dass Entscheidungen aus plausiblen Hinweisen entstehen, nicht aus Magie. So wird Transparenz zur Brücke zwischen Technik und Alltag, reduziert Überraschungen und erleichtert das Teilen von Erfahrungen in der Community für gemeinsames Lernen.